Datenflatrate für Mobilgeräte doch nicht so schlau?

Lieblings-Klagethema: die MNOs (Mobile Network Operators) in der Schweiz (und nicht nur hier) schaffen es immer noch nicht, attraktive Datenangebote zu schnüren; seit März hat sich nicht viel getan.

Tim Bray bringt eine neue Idee aufs Tapet: keine Flatrate anbieten, sondern einen lächerlich billigen Datentarif. Einige seiner Argumente: Kernkompetenzen von MNOs sind Bandbreite und Billing. Also sollen sie auch das Verkaufen: Bandbreite (Daten und Gespräche) und Billing (als Dienstleistung für Anbieter auf ihrem Netz).

An und für sich finde ich eine Flatrate zwar eine gute Idee, aber vielleicht ist die Zeit dafür noch nicht reif?

Bei ortsgebundenem Internet gab es auch nicht von Anfang eine Flatrate. Für den Durchbruch des Internet waren eine Telefonleitung und Kosten im Frankenbereich pro Stunde ausreichend; erst mit zunehmendem Datenhunger und Breitband-Technologien kam auch die Flatrate auf.

Ich wage zu behaupten, dass es im Moment noch weniger Leute gibt, die mobiles Internet verwenden, als es Surfer vor Einführung der Breitbandtechnologien gab. Also sollten vielleicht erst kleine Brötchen gebacken werden, mit einem billigen Tarif für den Gelegenheits-Benutzer, der den Appetit weckt.

Unter billigem Tarif verstehe 10 bis 20 Rappen pro Informations-Häppchen; schliesslich hat sich SMS mit ähnlichen Tarifen zu einer Cash-Cow der MNOs entwickelt. Und ein Informations-Häppchen in der heutigen Zeit ist für mich z.B. eine Google Maps Seite, auf meinem Telefon grob geschätzt etwa 500kB.

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